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Albstadt kann in der Verbandsliga doch noch gewinnen

Mit lediglich 1 Sieg aus den ersten 5 Runden ging es für das Albstädter Flaggschiff am 01.02. gegen den Tabellennachbarn nach Göppingen. Die Vorzeichen waren für die Albstädter klar, ohne einen Sieg wird der Klassenerhalt bei dem Restprogramm fast unmöglich. Zwar mussten wir an Brett 1 auf Daniel verzichten, aber mit Danat hatten wir starken Ersatz.

Los ging es mit einer Punkteteilung von Marcel, bei dem es während der gesamten Partie nie über die Remisbreite hinausging, auch wenn er etwas probierte. Dann der 1., aber am Ende zum Glück einzige Rückschlag. Marc wurde am 2. Brett für seine mutige, aggressive Eröffnungswahl nicht belohnt. Sein Gegenüber fand die richtigen Züge und konnte sich eine bessere Stellung erarbeiten, die zum vollen Punkte führte.

Dann ein Paukenschlag… Thomas opferte (erfolglos) eine Qualität. Stattdessen sah sich sein Monarch einem vernichtenden Königsangriff ausgesetzt, der bei richtigem Spiel seines Gegners in wenigen Zügen die Partie beendet hätte. Das naheliegende Lxg6 hat für den Weißspieler einen „klitzekleinen“ Haken. Nach der Springergabel auf e2 war die weiße Dame futsch. „So unverdient habe ich noch nie gewonnen…“

Und kurz darauf noch ein Paukenschlag… Bei Christian hing ein Motiv des Gegners einige Züge in der Luft. Im entscheidenden Moment „ignorierte“ Christian dieses und verlor dabei eine Qualität. Und auch sonst war für Christian in der Stellung nicht viel zu holen. Aber da sonst noch keine Partie beendet war, spielte er erstmal weiter. Und sein Gegner „nutzte“ die Gelegenheit und stellte die Qualität zurück. Da danach ein ausgeglichenes Turmendspiel auf dem Brett stand, wurde die Friedenspfeife geraucht.

Beim Zwischenstand von 2-2 sah es für die Albstädter gut aus, aber Selbstläufer waren die Partien nicht. Danat konnte kurz nach der Eröffnung 1 Bauern gewinnen. Im Doppelturmendspiel aktivierte er seinen König, der die Türme dabei unterstütze, 1 weiteren Bauern zu gewinnen. Der Rest war nur noch Formsache und Danat gewann die Partie.

Klaus, der Ärmste „musste“ in 5 der 6 Saisonspiele mit weiß spielen, kam angenehm aus der Eröffnung. Nach einem Übersehers seines Gegenübers konnte er 2 Leichtfiguren gegen einen Turm gewinnen und hatte eine sehr gute Stellung. Bekanntlich reicht eine Unachtsamkeit, ein übersehener Zug und Klaus verlor 1 Bauern und plötzlich war die Stellung wieder in der Remisbreite. Der Zug seines Gegners, mit dem er den Bauern zurückgewann, sah zwar naheliegender aus, aber es war die schlechtere Wahl. In der Diagrammstellung hatte schwarz gerade Kg7 gezogen. Nach dem einfachen e6 bricht die schwarze Stellung zusammen. Nachdem der Bauer auch noch nach e7 vorgerückt war, musste schwarz 1 Qualität hergeben. Die entstandene Stellung mit 1 Läufer mehr gewann Klaus souverän.

Damit war ein Punktgewinn bereits in der Tasche. Aber die 2 noch laufenden Brettern waren für die Albstädter sehr vielversprechend. Egor durfte am Spitzenbrett endlich mal mit weiß spielen. Mit geduldigem Spiel konnte er seine Stellung immer weiter verbessern und die Partie für sich entscheiden. Am Ende setze Michael sogar noch einen drauf. Nachdem er 1 Bauern gewonnen hatte, musste er in einem Doppelturmendspiel viel Geduld beweisen. Aber nach ca. 4 Stunden Spielzeit machte er den Sack zu und netzte zum 6-2 Endstand für die Albstädter ein.

„Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu“, das war in der bisherigen Saison leider zu oft das Albstädter „Motto“. Dafür hatten wir (Thomas und Christian) heute das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite. Am Ende steht ein 6-2 Sieg, der zu hoch ausgefallen ist. Weiter geht es am Tag der Landtagswahl in Baden-Württemberg (08.03.) zu einem weiteren ganz wichtigen Spiel gegen die Tuttlinger aus unserem Bezirk.

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